KATIA MANN: "MEIN MANN - THOMAS MANN"
Rezitation: ERIKA DEUTINGER
KATIA MANN:
"MEIN MANN - THOMAS MANN"
Ein Lebensbild von Helmut Korherr
Rezitation: ERIKA DEUTINGER
Musikalisch begleitet am Piano von Petra Pawlik-Mayerhofer
Immer noch ist Katia Mann vielen Kennern der Familie ein Rätsel. Bei ihrem Ehemann, dem Nobelpreisträger, scheint inzwischen jeder Seelenwinkel ausgeleuchtet.
Auch die Auswirkungen seiner unterdrückten Homophilie und die Wirkung seiner zwanghaft abgeschotteten Arbeitsweise auf die Befindlichkeit der sechs Kinder wurden bereits eingehend analysiert.
Die Person von Katia Mann hat allerdings ebenfalls Interesse verdient und soll in diesem Werk ausgiebig beleuchtet zu werden.
Katharina war das jüngste Kind der Münchner Familie Pringsheim. Die einzige Tochter der wohlhabenden jüdischen Familie schien sich ihrer Sonderstellung von Anfang an bewusst zu sein: Noch nicht einmal fünf Jahre alt, kontrollierte sie schon das Dienstmädchen, indem sie mit einem Bindfaden unterm Toilettentisch überprüfte, ob dort auch ordentlich sauber gemacht wurde. Als Studentin sprang sie einfach ab von der Tram, als sie von einem Schaffner nach ihrem Billett gefragt wurde. In der Straßenbahn saß einer, den diese Szene nachhaltig beeindruckte: Thomas Mann. Er wollte diese Frau unbedingt. Sie aber zögerte, bis aber dann doch der, schon damals einigermaßen bekannte, Schriftsteller ihr Herz gewinnen konnte. Am 11. Februar 1905 heirateten die beiden. Und bekamen sechs Kinder, von denen die meisten lebenslang abhängig vom Elternhaus blieben und ständig Probleme hatten. Auch "Tommy" war eines von Katias Sorgenkindern. Nicht nur sie, sondern vor allem ihr Gemahl waren ständig krank. Er neigte eindeutig zur Hypochondrie. Zu viele Tabletten nahmen beide Ehepartner, die Drogensucht ihres Nachwuchses dagegen nannte Katia stets nur "das Kleinbürgerliche". Wie in der Heimat blieb Katia auch im Exil in der Schweiz und in Amerika die Managerin ihres Mannes, sie war das "Wirtschaftshaupt", wählte das Personal aus, schrieb in seinem Namen Briefe und trieb die Honorare ein.Kurz gesagt: Katia war nicht unwesentlich am Erfolg des Nobelpreisträgers beteiligt.
Zu HELMUT KORHERR:
1950 – 2021 wurde in Wien geboren. Seine Stücke wurden u.a. an folgenden Orten gespielt: (Wien) Volkstheater, Metropol, Stadttheater Walfischgasse, 3Raumtheater, Café Prückel; (Niederösterreich) Stift Göttweig; St. Pölten: Bühne im Hof, Landestheater, Festspielhaus; (Burgenland) Kulturzentren; (Kärnten) Studiobühne Villach, Carinthischer Sommer; (Salzburg) Fest in Hellbrunn; (Steiermark) Kurhaus Bad Aussee; (Tirol) Landestheater; (Deutschland) Theater Altenburg, Torturmtheater Sommerhausen; (Tschechien) Landestheater Uherske Hradiste.
Mitglied des P.E.N.‐Clubs; 2013 Ernennung zum "Professor".
Zu ERIKA DEUTINGER:
in Radstadt geboren; bekannt wurde sie durch die 1975 bis 1979 produzierte österreichische Erfolgsserie "Mundl – Ein echter Wiener geht nicht unter", wo sie die Rolle der "Hanni" spielte. Sie hat u.a. auch in folgenden Filmen mitgewirkt: 1981 in Tatort – "Mord in der Oper" als Helga; 1983 in "Kehraus" als Bardame Rosi; 1985 in Tatort – "Nachtstreife" als Krankenschwester; 2003 in "Trautmann" – 2- mal als Helga Smeibidlo; 2007 in "Vier Frauen und ein Todesfall" als Walli; 2008 in "Echte Wiener/ Sackbauer Saga"; 2010 der "2. Mundl – Kino-film". Theater: z.B. 2014 in "Kalender Girls" im Gloria Theater. 2015 "ADOLF LOOS/ Frauen und Freunde" und 2016 als "KATIA MANN" im Theater vom Café Prückel in Wien.
Zu PETRA PAWLIK-MAYERHOFER:
schon als 7jährige erhielt sie Klavierunterricht. Diplomstudium im Konzertfach Klavier sowie Abschluss in Instrumental- und Gesangspädagogik; war als Lehrkraft für Klavier und Korrepetitorin in verschiedenen Instituten tätig - derzeit Musikschule Hollabrunn, Prayner Konservatorium und Musikschule St. Pölten. Als Begleiterin bei zahlreichen Meisterkursen und Sommerakademien im Inund Ausland, v.a. Chor-, Vokal-, und Bläserbegleitung. Auftritte als Solistin in England, Frankreich, Norwegen, Finnland, Italien, Deutschland, Ungarn, Kroatien und Österreich.
Reservierung & Tickets
- Eintritt: Freie Kulturspende (Pay as you wish)
- Reservierung
- Reservierung unter: